Wurmkompost Erfahrungsbericht

Was ist ein Wurmkompost?
Eine Beschreibung und Anleitung findest du hier: Blog Wurmkompost

05.11.2017

Nachdem wir die Kiste fertig gebaut haben, haben wir uns aus dem Kompost meiner Eltern Kompostwürmer und eine Hand voll normaler Erde geholt. Zuhause angekommen haben wir die Würmer mit der Erde, Kartonschnitzeln und wenig klein geschnittener Rüstabfälle in die Kiste gegeben.

Jetzt hiess es warten. Wir hatten nicht wirklich das Gefühl, dass sich etwas tat und hatten Bedenken wegen der Feuchtigkeit. Uns war, als wäre es nicht feucht genug, daher hat mein Liebster noch Karton für ca. 12h in eine Wasserschüssel gegeben und danach aufgeschichtet reingetan. Den Karton nehmen sie scheinbar als Zuhause und im Notfall zum Fressen. Zusätzlich haben wir eine Schicht über die Erde und die Rüstabfälle gelegt, das soll Fruchtfliegen fernhalten

 

13.11.2017

Nach einer guten Woche haben wir unser erstes Fazit gezogen. Die Würmer sind am Arbeiten, das haben wir anhand der Wurmhäufchen (=Komposterde) festgestellt. Fruchtfliegen haben wir trotz der Kartonabdeckung, d.h. wir werden noch eine andere Methode finden müssen. Und es waren wohl zu viele Abfälle bzw. zu wenig Würmer vorhanden, daher ist das ganze wunderschön am Schimmeln. Das sollte jedoch kein Problem sein, da weisser Schimmel auch gefressen wird. Man sollte lediglich aufpassen, falls man dagegen allergisch ist. In Zukunft wollen wir das aber trotzdem verhindern.

 

26.11.2017

Der Kompost scheint zu funktionieren. Immer, wenn wir nach unseren Würmchen gesehen haben, waren ein paar sichtbar, sind dann aber immer schnell verschwunden. Die Abfälle, die wir reingegeben haben, wurden auch immer weniger und der Schimmel, der sich gebildet hatte, war fast ganz weg und auch die Fruchtfliegen sind wir losgeworden.

Zwischendurch haben wir die Kartons wieder angefeuchtet und auch ein wenig Wasser zur Erde gegeben, damit die Würmchen nicht austrocknen. (Achtung! Nicht zu viel Wasser geben, sonst ertrinken sie.)

Inzwischen sind auch viele Wurmhäufchen zu sehen, was wiederum zeigt, dass sie fleissig am fressen sind.

Nun haben wir gedacht, wir geben mal eine grössere Ladung an Grüngut (Schalen von 1.2 kg Kartoffeln, einer roten Beete und zwei Zwiebeln) hinein und werden wieder beobachten was passiert. Wir sind gespannt!

 

20.01.2018

Nun ist der Kompost seit gut 2.5 Monaten in Betrieb. Grüngut wird nach Gefühl hinzugegeben. Unser Grünabfall kommt grösstenteils immer noch in unsere Grünkübel und wird 1x in der Woche von der Grünabfuhr abgeholt. Vor kurzem war er einmal bereits nach 2 Tagen randvoll, somit wanderte der ganze noch anfallende Abfall zu den Würmern und es war eine wirklich grosse Ladung Grüngut. Das war vor ca. 2 Wochen. Sie produzieren inzwischen zwar sehr fleissig Komposterde, aber seither haben wir kein neues Material hinzugegeben, da sie noch immer mit der Riesenladung beschäftigt sind.

Stinken tut er auch jetzt noch nicht, jedoch haben wir in der Kiste wieder Fruchtfliegen. Diese beschränken sich aber wirklich nur auf die Kiste. Wir decken die Erde und den Abfall nun einfach noch besser mit Karton ab.

Gewässert wird auch immer wieder. Die Würmer sollten es auf keinen Fall zu trocken haben. Damit es länger feucht bleibt müssen wir uns noch eine Lösung überlegen. Ich denke es wird bald Zeit meinen Konjakschwamm auszuwechseln, dann wird der alte durchnässt zu den Würmern wandern, in der Hoffnung, dass dieser hilft, einen guten Pegel an Feuchtigkeit zu halten.

Vor 3 Wochen bekamen wir vom Nachbar Kaffeesatz und gaben ihn in den Kompost. Dadurch sollten unangenehme Gerüche neutralisiert werden. Wobei ich da wirklich nichts stinkendes gerochen haben. Aber geschadet hat es auf jeden Fall auch nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.